FORUMTHEATERGRUPPEN

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KÖPFCHEN MIT TUCH – FORUMTHEATER GEGEN ISLAMOPHOBIE

In Zusammenarbeit mit Lamya Hennache (Juristin, Co-Koordinatorin des Projektes Tasamouh); Mitwirkung von muslimischen Frauen aus dem Kanton Bern

Muslimische Frauen, insbesondere diejenigen mit Kopftuch, haben in unserer Gesellschaft zunehmend mit Diskriminierung zu kämpfen. Burkinis werden gleichgesetzt mit Kalaschnikows und Feministinnen sehen in einem Nikab die Zerstörung ihrer hart erkämpften Werte. Anstatt dass mit verschleierte Frauen Austausch und Diskussion gesucht wird, werden sie in der Öffentlichkeit immer häufiger beschimpft, angerempelt und sogar bedroht. Oft gibt es keinerlei Reaktionen von Augenzeugen. Das muss sich ändern.
„Köpfchen mit Tuch“ möchte die Zuschauspieler*innen für diese Problematik sensibilisieren, die Passivität der Mitbürger*innen brechen sowie betroffene Musliminnen ermutigen, zusammen nach Handlungsalternativen zu suchen.
Unsere Stücke basieren auf persönlichen Erfahrungen und können auf deutsch, französisch und arabisch aufgeführt werden.

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T-RÄUME

Forumtheater gegen Rassismus und Diskriminierung

Seit 2015 sind wir eine konstante Gruppe, treffen uns regelmässig zu Proben und präsentieren unsere Stücke in diversen Institutionen und auf verschiedensten Plattformen. In Form von bunten Aktivitäten beschäftigen wir uns mit Fragen bezüglich Migration und Integration und schaffen Räume für Träume.

Mittels der Technik Forumtheater inszenieren wir persönliche, von Rassismus geprägte Erfahrungen. Die Erlebnisse werden nachgespielt, durch Improvisationen ergänzt, verdichtet und entfremdet. Die Theaterszenen werden vor verschiedenen Publika aufgeführt. Die interaktive Methode des Forumtheaters fordert die Zuschauer auf, Handlungsalternativen zur aufgeführten Problemstellung in der Szene selbst auf der Bühne auszuprobieren. Dadurch werden sie zu sogenannten „Zuschauspieler*innen“ und erleben das Thema Rassismus aus unterschiedlichen Perspektiven. Zudem sensibilisieren Aufführungen für rassistische und diskriminierende Verhaltensweisen im Alltag.


Aktuelle Stücke

„Integrrr…“
Stück: ca. 25min, Forum: 30-60min


„Wär hät Angst vorem schwarze Maa?“ 

„Ich nöd!“ – „Und wänni chumme?“
Schikane bei der Einreise, böse Blicke auf der Strasse, ständiges Scheitern der Kontaktversuche… Nur auf der Tanzfläche reissen sich alkoholisierte Partygänger um den „Exoten“. Ist das die bessere Zukunft, auf die Pedro gehofft hat?
Dieses Stück thematisiert Schwierigkeiten, welchen Immigranten ausgesetzt sind, wenn sie in der Schweiz Fuss fassen wollen und beschäftigt sich mit den zahlreichen Facetten von Integration.


„Staplerfahrer gesucht“
Stück: ca. 10min, Forum: 30-60min

„Ein Iraner? Nein, Araber kommen nicht in Frage. Die beten doch den ganzen Tag und sind geschwächt vom Fasten..“
Amir ist seit 10 Jahren in der Schweiz wohnhaft, hat eine gute Ausbildung und Arbeitserfahrung vorzuweisen. Dennoch wird ihm überall wo er sich bewirbt ein schlechter qualifizierter Bewerber vorgezogen. Was soll er tun? Anhand unserer ersten Produktion „Staplerfahrer gesucht“ wollen wir gemeinsam mit dem Publikum nach Handlungsalternativen für Amir suchen und somit auch für alle, die mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

Vergangene Aufführungen

  • Aufführung im Rahmen von “Tour de Suisse Neuland” – foraus Bern

  • 2 Aufführungen im Alten Spital Solothurn (EBA-Forum)

  • 2 Aufführungen vor der Kirche Offener St. Jakob, Zürich (im Rahmen des Aktionsmonats, im Freien)

  • Aufführung im Zeughaus, Zürich

  • Aufführung in der Kath. Kirchgemeinde Rorschach

  • Aufführung im Rahmen der Veranstaltung “Wir alle sind Zürich” Rote Fabrik, Zürich

  • Aufführung bei Cocomo, Zürich

  • Aufführung Informationsstelle für Ausländerinnen- und Ausländerfragen isa, Bern

  • Aufführung Bewanderte Schweiz

  • Aufführung im Kulturzentrum Bremgarten

  • Aufführung im Hofcafé Corosol in Freiburg im Breisgau

  • Mehrere Werkstatt-Aufführungen für privates Publikum






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HERRLICH_DÄMLICH

Die antisexistische Forumtheatergruppe aus Bern hinterfragt Rollenbilder mit ästhetischen Mitteln und macht sich stark für die Gleichberechtigung aller Geschlechter

Durch ein Theaterprojekt für ein Themenwochenende über Sexismus hat sich die erste Konstellation von “herrlich_dämlich“ im Herbst 2015 unter der Leitung von Janna Mohr zusammengefunden. Nun sind wir neun junge Menschen, die aus verschiedenen Orten der Schweiz – und neuerdings auch Deutschland- nach Bern reisen, um miteinander an Projekten zu arbeiten.

Wir sind eine gemischtgeschlechtliche Gruppe und unsere diversen Hintergründe und Perspektiven bereichern die Zusammenarbeit.

In Arbeit und Umgang versuchen wir unser unterschiedliches Wissen miteinander zu teilen und zu verknüpfen. Unsere Art zu arbeiten bedingt ein vertrautes Miteinander, das wir trotz Ein- und Ausstiegen aufrecht erhalten.

Wir beschäftigen uns in erster Linie mit den Themen Sexismus und patriarchale Strukturen. Durch Übungen, Spiele und Diskussionen erarbeiten wir uns unterschiedlliche Perspektiven auf persönliche Erfahrungen und politische Diskurse. Anhand dessen entwickeln wir unsere Projekte.


Während den Präsentaitonen suchen wir den Austausch mit dem Publikum und laden die “Zuschauspieler*innen” dazu ein, selbst antisexistisch aktiv zu werden- sowohl mit uns auf der Bühne als auch im eigenen Alltag.


Aktuelle Stücke

“Machen statt Mackern”

wurde im November ’15 uraufgeführt und befasst sich mit Sexismus in linken Strukturen.

“Fotzelschnitte und Würstli im Teig”

ist eine Auseinandersetzung mit Sexismus in der Gastronomie, es hatte im Frühling ’16 beim Festival “April in Kuringa” in Berlin Premiere

 “Es spielt keine WC-Rolle”

wurde für die Kampagne “16 Tage gegen Gewalt an Frauen” erarbeitet. Im Stück werden in der Kulisse eines öffentlichen WCs Rollenbilder entrollt, aufgerollt abgerollt.


Vergangene Aufführungen

  • Aufführungen im Rahmen der Kampagne 16 Tage gegen Gewalt an Frauen:
  • Präsentation am BeSTival Bern

  • Aufführung im Rahmen des Aktionswochenendes “Machen statt Mackern” im Frauenraum Bern

  • Aufführung am Festival “April in Kuringa” in Berlin

  • Aufführung in der Glaspyramide in Bern

  • Mehrere Werkstattaufführungen für privates Publikum

  • Interesse an einem interaktiven Theateranlass zum Thema Sexismus und patriarchale Strukturen? Wir freuen uns über eine Einladung und die Zusammenarbeit mit Ihnen!

    Für mehr Informationen von HERRLICH_DÄMLICH wenden Sie sich bitte direkt an Irina Amstutz: irina.amstutz@gmx.ch